Schwarze Apfelbeere- Die Herkunft der Aroniabeere

Smoothie mit Aronia
Gesunder Smoothie mit Aronia-Beere
2. August 2017

Die Aroniabeere ist auch als schwarze Apfelbeere bekannt. Seit einigen Jahren erlebt die kleine Frucht auch hierzulande zunehmende Beachtung, denn in ihr steckt eine ganze Menge Gesundheit. Eine hohe Konzentration von bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen, insbesondere Anthocyane und Phenole sorgen für eine positive Wirkung auf das Immunsystem, die Gefäße und die Bildung von Blut, die viel höher ist als die anderer Beeren und Früchte. Die Aroniabeere enthält viele Vitamine, Mineralien, Fettsäuren und Antioxidanzien. Die Säfte, Pulver und viele andere Produkte aus der Aroniabeere werden von gesundheitsbewussten Menschen sehr geschätzt. Dabei wurde sie in unseren Breiten erst recht spät entdeckt und war nur als Ziergewächs bekannt und gelobt. Doch woher kommt die Aroniabeere eigentlich? Wir haben uns auf Spurensuche begeben und erzählen Ihnen gern etwas über die Herkunft der Aroniabeere.

Die Herkunft der Aroniabeere

Die ursprüngliche Herkunft der Aroniabeere liegt im östlichen Nordamerika, wo sie vorzüglich gedeihen konnte. Auch heute noch ist sie von der kanadischen Ostküste bis hinunter nach Florida weit verbreitet. Die Indianer Nordamerikas schätzten die Frucht als gesunder Reiseproviant. Die getrockneten Beeren aßen sie zusammen mit Dörrfleisch und Fett. In einem alten indianischen Märchen mit dem Namen Chokeberry Wildcat, wird noch über eine andere Verwendungsart der Apfelbeere (engl. Chokeberry für Würgebeere) berichtet. Die Legende erzählt, dass ein Jäger statt mit Kugeln, mit Aroniabeeren-Kernen auf eine Wildkatze schoss. Als er zu der Stelle mit der Katze zurückkehrte, war ein wandelnder Busch entstanden. Die Kerne haben die Wildkatze zwar nicht getötet, aber hatten im Fell der Katze angefangen zu keimen. Wie viel Wahrheit an dieser Legende steckt, können wir Ihnen natürlich nicht sagen. Aber steckt nicht immer ein kleiner Funken Wahrheit in allen Märchen?

Die Kultivierung der Aroniabeere

Hierzulande war die Aroniabeere oder auch Apfelbeere sehr lange unbekannt und kam über einen kleinen Umweg über Osteuropa zu uns. Um das Jahr 1900 herum entdeckte der russische Pflanzenzüchter und Botaniker Iwan Wladimirowitsch Mitschurin auf seinen Reisen und der Suche nach winterharten Obstgewächsen die Aroniabeere in Deutschland. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Beere musste wohl Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts als Ziergehölz nach Europa und Deutschland gekommen sein. Die Früchte und vor allem deren gesundheitliche Wirkung war völlig unbekannt. Sicherlich stehen noch heute in so manchen Gärten Aroniasträucher, ohne dass die Besitzer um die Wirkung und die Essbarkeit der kleinen blauen Beeren wissen.

Mitschuri nahm die Apfelbeere mit in seine Heimat und kreuzte und züchtete sie im Auftrag des Kaisers mit anderen Gewächsen wie Mistel und Eberesche. Erst 1935 wurde die erste Versuchsplantage im Altai angelegt. Bald entdeckte er auch die vielen Wirkstoffe und Vitamine, die sich in der Beere befanden. Das war genau das, was die UdSSR gebraucht hat: Ein Obst, welches auch auf kargen Böden und unter strengen klimatischen Bedingungen wächst und gedeiht und die Bewohner mit gesunden Vitaminen und Inhaltsstoffen versorgt.

Aronia-Beere Ernte

Ernte der Aroniabeeren mit der Hand

Der Weg der Aroniabeere zurück nach Deutschland

Nachdem Mitschurin erfolgreich neue Sorten aus der Urpflanze veredelt hatte, begann man in der ehemaligen Sowjetunion mit dem Anbau der Aroniabeere in größerem Stil. Im Jahr 1946 wurde die Apfelbeere als neue Obstsorte anerkannt. In den 1970er Jahren waren circa 55.000 Hektar Land mit Aronia-Plantagen bepflanzt. Zu Ehren von Iwan Mitschurin und seiner Erfolge in der Obstzucht wurde seine Heimatstadt sogar in Mitschurinsk umbenannt. Von der UdSSR aus verbreitete sich die Aroniabeere in Osteuropa und den skandinavischen Ländern, bis sie auch den Weg wieder zurück nach Deutschland fand. Im Jahr 1976 wurde in der DDR in der LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) „Berglandshof“ bei Bautzen die erste Aronia-Plantage gepflanzt. Zum großen Teil wurden die Beeren allerdings zum Färben und nicht für die Nahrungsmittelproduktion verwendet.

Volkes Mund tut Wahrheit kund – Immer?

Im Volksmund wird die Aroniabeere auch Schwarze Eberesche oder Zwergvogelbeere genannt. Die Herkunft der Aroniabeere ist aber nicht an die Gattung der giftigen Vogelbeere geknüpft, denn die Apfelbeere ist ein Rosengewächs und nicht giftig. Die Beeren ähneln aber denen der Vogelbeere im Aussehen sehr. Die Kunde, dass Iwan Mitschurin die Aroniabeere mit der Eberesche gekreuzt hat, trug wohl zusätzlich dazu bei, dass man die Apfelbeere mied.

Seit einigen Jahren haben wir die Aroniabeere als extrem gesundes Obst wiederentdeckt.  Die Apfelbeere wurde vor allem bekannt durch ihre entzündungshemmende Wirkung, weswegen sich jetzt auch ihr botanischer Name Aronia, und nicht Apfelbeere, durchgesetzt hat. Dass sie neben den entzündungshemmenden und heilend wirkenden Substanzen auch extrem gesund ist, verbreitet sich nun langsam. Immer mehr Höfe und kleine Aronia-Plantagen wie unser Aronia-Langlebenhof in Passau pflanzen und ernten die Aroniabeere und stellen daraus köstliche Konfitüren, Aroniasaft, Aroniapulver und -liköre und vieles mehr in bester Bio-Qualität her. Probieren Sie einmal unseren Aronia-Saft oder besuchen Sie uns auf unserem Hof. Wir zeigen Ihnen gern, wie wir unsere Produkte herstellen und stellen Ihnen unser soziales Betreuungsprojekt vor.

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